Vegane Back- und Kochwelt

Schlagwort: Spinat

Vegane Spinat-Pilz-Quiche

Der Sommer will dieses Jahr nicht so richtig in die Gänge kommen, ich kann also bedenkenlos meinen Backofen anwerfen ohne gefühlt 50°C in der Wohnung zu haben. Daher gab es neulich diese lecker-cremige Quiche mit Spinat und Champignons. Diese Kombination benutze ich öfters beim Kochen, z.B. als Füllung für Pfannkuchen oder auch in diesen herzhaften Hefeschnecken.

Für eine „klassische“ Quiche kommt normalerweise ein Mürbeteig zum Einsatz. Ich wollte mal etwas anderes ausprobieren, da für Mürbeteig ja i.d.R. Butter bzw. Margarine benutzt wird und letztere versuche ich, wenn es geht, zu vermeiden (ungünstiges Fettsäureverhältnis, oft Palmöl, Plastikverpackung). Also kam dieses Mal in den Teig nur Vollkornmehl, Wasser sowie etwas Öl und Salz. Damit ist es zwar eigentlich keine Quiche, aber irgendwie ja doch, also nenne ich sie so! 😄 Und auf Wikipedia steht, dass Mürbeteig für die Quiche eine Abwandlung der modernen Küche ist und sie ursprünglich mit Brotteig zubereitet wurde. Das passt also mehr oder weniger…
Der Teig schön weich, sehr gut auszurollen und steht dem Mürbeteig meiner Ansicht nach geschmacklich und von der Konsistenz (wenn auch nicht vergleichbar) in nichts nach. Fettärmer und gesünder ist er außerdem auch noch. In Zukunft werde ich Quiches nur noch so machen.

Ich hab übrigens keine Tarte-Form, daher habe ich eine stinknormale Springform genommen. Schmeckt genauso gut und optisch macht es auch keinen großen Unterschied.

Die Quiche schmeckt natürlich am besten warm, aber auch kalt kann sie gut gegessen werden und ist daher eine gute Alternative für ein Picknick o.ä.

Die Zubereitung ist unkompliziert, geht schnell und gesund ist die Quiche auch. So macht Kochen doch am meisten Spaß, oder?

Zutaten (für eine 26er-Springform):

Für den Teig

  • 250 g Vollkornmehl (Dinkel oder Weizen)
  • 130 ml warmes Wasser
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 Prisen Salz

Für die Füllung der Quiche

  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 kleine Knoblauchzehe (optional)
  • 350 g Champignons
  • 2 Packungen Tiefkühl-Spinat (900 g), optimalerweise aufgetaut
  • 1 Becher Sojajoghurt, natur und ungesüßt (400 g)
  • 65 g Stärke
  • 2 TL Salz
  • 1 TL Muskat
  • 2 EL Hefeflocken
  • Pfeffer, nach Belieben
  • Öl zum Anbraten (z.B. Olivenöl)
  • Sonnenblumenkerne als „Dekoration“ (optinal)

Zubereitung:

Als erstes wird der Teig zubereitet. Hierfür Mehl, Wasser, Öl und Salz in eine Schüssel geben und mit den Händen 3-4 Minuten zu einem glatten Teig verknetet. Sollte der Teig zu trocken/zu nass sein, noch Wasser/Mehl hinzugeben. Den Teig abgedeckt in einer Schüssel ruhen lassen.

Für die Füllung die Zwiebel in Würfel und die Champignons in Scheiben schneiden. Etwas Öl in einem mittelgroßen Topf erhitzen und die Zwiebeln darin etwa 3 Minuten glasig dünsten. Dann die Champignons dazugeben und ca. 5 Minuten anbraten. Den Topf nun von der Herdplatte nehmen. Den Spinat (optimalerweise aufgetaut, ansonsten noch erhitzen) sowie Sojajoghurt, Stärke, Salz, Muskat, Hefeflocken und Pfeffer hinzugeben. Die Knoblauchzehe dazu pressen und alles umrühren. Die Füllung beiseite stellen.

Eine Springform (Durchmesser: 26 cm) einfetten und mit Mehl bestäuben. Den Teig aus der Schüssel holen und auf einer bemehlten Unterlage ungefähr so groß wie die Springform ausrollen. Der Rand vom Teig sollte dabei bis etwa 1-2 cm unter die Oberkante der Springform gehen.

Die Füllung nun auf den Teig geben und glattstreichen. Ggf. noch mit Sonnenblumenkernen bestreuen.

Die Quiche im nicht vorgeheizten Backofen bei 190°C im unteren Drittel 40-45 Minuten backen. Aus dem Ofen holen und etwa 20 Minuten abkühlen lassen. Nicht heiß anschneiden, sonst läuft die Quiche auseinander!

Nachdem die Quiche also etwas ausgekühlt ist, mit einem Messer ringsherum zwischen Teig und Springform „herumfahren“ und den Rand der Springform lösen. Die Quiche anschneiden und (z.B mit Salat) servieren – fertig 🙂

Kartoffel-Spinat-Gratin

Kartoffeln sind ein echter Allrounder in der Küche. Als Grundnahrungsmittel landen sie auch bei mir mehrmals in der Woche auf dem Teller. Bratkartoffeln, Suppe, Ofenkartoffeln, Knödel, Kroketten, Kartoffelbrei, Kartoffelsalat usw… Kartoffeln gehen bei mir immer und ich mag sie in jeder Form. Dieses Mal gab es ein leckeres Kartoffelgratin in Kombination mit Spinat, den ich auch sehr gerne habe. Die beiden Gemüsesorten passen wirklich hervorragend zueinander, finde ich. Der Spinat sollte für die Zubereitung übrigens mehr oder weniger aufgetaut sein, damit er besser verteilt werden kann.


Wer auf seine Figur achten will, hat übrigens keinen Grund, Kartoffeln abzulehnen: Ja, sie enthalten Kohlenhydrate, jedoch in einer komplexen Form, die den Blutzuckeranstieg im Zaum halten und lange sättigen. Zudem sollte man Kohlenhydrate per se nicht verteufeln, da es eben verschiedene Arten davon gibt. Zwar können Kartoffeln nicht zu den proteinreichen Gemüsesorten gezählt werden, sie liefern dafür aber sehr hochwertiges Eiweiß, war sehr gut bioverfügbar ist. Lange Rede, kurzer Sinn: Esst mehr Kartoffeln! Pommes und Chips aber bitte nur in Maßen 😉

Als Sahneersatz habe ich hier wieder eine Sonnenblumenkerne-Creme (was für ein sperriger Name…) verwendet, wie ich sie auch schon für die leckeren Spinat-Hefeschnecken benutzt habe. Die Creme kommt bei mir sehr oft zum Einsatz, da sie schnell gemacht und lecker ist. Grundsätzlich würden hier auch Cashewkerne o.ä. funktionieren, das schmeckt auch sehr gut. Aber Sonnenblumenkerne können regional bezogen werden, was doch ein großer Pluspunkt ist.

Jedenfalls ist die Kombination aus Kartoffeln, Spinat und Sonnenblumenkernen wirklich super lecker und verwandelt dieses Gratin zu einem wirklich tollen, gesunden und sättigenden Essen. Glutenfrei ist es außerdem auch noch.

Dazu noch einen Salat (dass ich Feldsalat hatte, war mehr oder weniger Zufall, prinzipiell passt fast jeder Salat (von Kartoffelsalat würde ich jedoch abraten…) und das Mittag- oder Abendessen ist gerettet!

Hinweis: Die im Rezept angegebene Menge an Salz ist recht gering, wer also i.d.R. großzügiger mit Salz umgeht (so wie ich für gewöhnlich auch…), sollte die Menge erhöhen. Wobei weniger Salz im Regelfall wohl auch nicht schadet 😉

Zutaten für eine Auflaufform (meine hatte ca. 26 x 33 cm):
reicht für 4 Personen

Für die Sonnenblumenkerne-Creme:

  • 180 g Sonnenblumenkerne
  • 400 ml Wasser + 50 ml Wasser
  • 4 EL Hefeflocken
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Muskatnuss
  • Pfeffer, nach Belieben

Sonstige Zutaten:

  • 1,5 kg Kartoffeln (vorw. festkochend, andere gehen auch)
  • 2 Packungen Tiefkühlspinat (900 g), aufgetaut
  • 3 EL Olivenöl
  • 1,5 TL Salz
  • 2 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 1/2 TL Muskatnuss
  • Pfeffer, nach Belieben

Zubereitung:

Für die Creme die Sonnenblumenkerne in ein hohes Gefäß geben und so viel Wasser dazugeben, bis sie komplett bedeckt sind. Dieser Schritt dient dem Einweichen der Kerne und kann, muss aber nicht, einige Stunden vorgezogen werden.
Die Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben hobeln oder schneiden. Zu den gehobelten Kartoffeln nun Öl, Salz, Paprikapulver, Muskatnuss und Pfeffer geben und gut miteinander vermischen.
Nun die Sonnenblumenkerne abschütten, wieder in das Gefäß geben, 400 ml Wasser dazu und mit dem Pürierstab mixen, bis eine möglichst feine Creme entsteht. Kleine Stückchen sind nicht schlimm. Dann die Hefeflocken, Muskatnuss, Salz und Pfeffer unterrühren.
Die Hälfte der Kartoffeln in eine Auflaufform geben, darüber dann gleichmäßig eine Packung Spinat verteilen und diesen nochmals extra mit etwas Pfeffer und Muskatnuss würzen. Hierauf etwa ¼ der Creme verteilen. Nun die restlichen Kartoffeln und die andere Packung Spinat verteilen und wieder würzen. Die restliche Creme darüber verteilen, das Gefäß mit 50 ml Wasser ausschwenken und ebenfalls darüber gießen. Mit einem Löffel gleichmäßig verteilen.
Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Ober- und Unterhitze) im unteren Drittel ca. 65 Minuten backen, bis das Gratin eine schön braune Farbe angenommen hat. Bitte unbedingt mit einer Gabel prüfen, ob die Kartoffeln gar sind und ggf. die Backzeit erhöhen.
Guten Appetit! 😊

Spinat-Pilz-Hefeschnecken

Morgen habe ich einen „Outdoor-Tag“ und habe überlegt, was ich denn als Verpflegung mitnehmen könnte. Auf schnödes Brot hatte ich keine Lust, daher hab ich spontan diese Spinat-Pilz-Schnecken gemacht. Dazu noch ein bisschen Obst und das Vesper ist gerettet 😊
Die Füllung der Schnecken schmeckt wirklich sehr lecker und der Clou hierbei ist die Creme, die ich aus Sonnenblumenkernen gemacht habe. Schnell herzustellen, lecker, gesund und auch eine gute Alternative, falls man gerade keine Hafer-, Sojasahne o.ä. im Haus hat.

Ich habe die Schnecken zur Hälfte mit Vollkornmehl gebacken, sie können aber auch komplett aus Vollkorn (oder auch komplett mit Weißmehl) zubereitet werden, hierbei muss dem Teig jedoch ggf. etwas mehr Flüssigkeit bzw. Mehl hinzugefügt werden. Die Füllung sollte, bevor sie auf den ausgerollten Teig kommt, komplett ausgekühlt sein, da sonst der Hefeteig aufquillt und die Schnecken etwas unförmig werden. War bei mir der Fall, aber was solls, das tut dem Geschmack keinen Abbruch 😉
Die Schnecken schmecken warm und kalt gut und können daher auch sehr gut als Mitbringsel bzw. Fingerfood serviert werden.

Zutaten:

Für den Teig:

  • 200 g Vollkornmehl (Dinkel- oder Weizen)
  • 200 g Dinkel- oder Weizenmehl (Typ 812 o.ä.)
  • 1 Packung Trockenhefe
  • 2 Prisen Salz
  • 3 EL Olivenöl
  • 180 ml lauwarmes Wasser

Für die Füllung:

  • 450 g aufgetauter Tiefkühlspinat
  • 6 mittelgroße Champignons
  • 1 Zwiebel
  • 100 g Sonnenblumenkerne
  • 150 g Wasser
  • 1 TL Muskatnuss
  • 2 TL Salz
  • 2 EL Hefeflocken
  • Pfeffer
  • 1 EL Olivenöl
  • Schwarzkümmel

Zubereitung:

Alle trockenen Zutaten für den Teig (Mehl, Hefe und Salz) in eine Schüssel geben, danach das Wasser und Olivenöl hinzufügen und mit den Händen etwa 5 Minuten zu einem glatten Teig verkneten. Er sollte nicht an den Händen kleben bleiben, ggf. Wasser oder Mehl hinzugeben.
Den Teig zu einer Kugel formen, in eine Schüssel geben, mit der nassen Hand darüberstreichen und eine Stunde abgedeckt an einem warmen Ort stehen lassen.

In der Zwischenzeit die Sonnenblumenkerne in einem Messbecher komplett mit Wasser bedecken.
Dann die Zwiebel und Pilze in Würfel schneiden. In einer Pfanne 2 EL Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln darin 3 Minuten anbraten, danach die Pilze 5 Minuten mitbraten.
Den aufgetauten, etwas ausgedrückten Spinat dazugeben, alles miteinander vermischen und von der Herdplatte nehmen.
Die Sonnenblumenkerne in einem Sieb abschütten und gründlich abspülen. Dann wieder in einen Messbecher geben, 150 ml Wasser dazu und zu einer dicklichen Creme pürieren. Diese dann der Pilz-Spinat-Masse hinzugeben, mit Muskatnuss, Salz, Hefeflocken und Pfeffer würzen und alles gut vermischen.

Nachdem der Teige eine Stunde aufgegangen ist, auf einer bemehlten Oberfläche zu einem Rechteck (ca. 25 x 60 cm) ausrollen. Die optimalerweise abgekühlte Füllung gleichmäßig darauf verteilen und von der langen Seite her aufrollen. Etwa 2 cm breite Streifen abschneiden und mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Dies hat bei mir zwei Bleche gegeben.
In einer Tasse 1 EL Ölivenöl und 1 EL Wasser vermischen, die Schnecken damit bestreichen und etwas Schwarzkümmel darüberstreuen.

Die beiden Bleche in den auf 180°C (Umluft) vorgeheizten Backofen schieben und backen, bis die Schnecken gebräunt sind. Das obere Blech war bei mir schon nach 15 Minuten fertig, das zweite habe ich dann im unteren Drittel bei Ober- und Unterhitze ca. 7 Minuten weitergebacken.
Warm oder kalt genießen 😊

© 2022 Raphiniert vegan

Theme von Anders NorénHoch ↑

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner