Vegane Back- und Kochwelt

Schlagwort: gesund

Vegane Spinat-Pilz-Quiche

Der Sommer will dieses Jahr nicht so richtig in die Gänge kommen, ich kann also bedenkenlos meinen Backofen anwerfen ohne gefühlt 50°C in der Wohnung zu haben. Daher gab es neulich diese lecker-cremige Quiche mit Spinat und Champignons. Diese Kombination benutze ich öfters beim Kochen, z.B. als Füllung für Pfannkuchen oder auch in diesen herzhaften Hefeschnecken.

Für eine „klassische“ Quiche kommt normalerweise ein Mürbeteig zum Einsatz. Ich wollte mal etwas anderes ausprobieren, da für Mürbeteig ja i.d.R. Butter bzw. Margarine benutzt wird und letztere versuche ich, wenn es geht, zu vermeiden (ungünstiges Fettsäureverhältnis, oft Palmöl, Plastikverpackung). Also kam dieses Mal in den Teig nur Vollkornmehl, Wasser sowie etwas Öl und Salz. Damit ist es zwar eigentlich keine Quiche, aber irgendwie ja doch, also nenne ich sie so! 😄 Und auf Wikipedia steht, dass Mürbeteig für die Quiche eine Abwandlung der modernen Küche ist und sie ursprünglich mit Brotteig zubereitet wurde. Das passt also mehr oder weniger…
Der Teig schön weich, sehr gut auszurollen und steht dem Mürbeteig meiner Ansicht nach geschmacklich und von der Konsistenz (wenn auch nicht vergleichbar) in nichts nach. Fettärmer und gesünder ist er außerdem auch noch. In Zukunft werde ich Quiches nur noch so machen.

Ich hab übrigens keine Tarte-Form, daher habe ich eine stinknormale Springform genommen. Schmeckt genauso gut und optisch macht es auch keinen großen Unterschied.

Die Quiche schmeckt natürlich am besten warm, aber auch kalt kann sie gut gegessen werden und ist daher eine gute Alternative für ein Picknick o.ä.

Die Zubereitung ist unkompliziert, geht schnell und gesund ist die Quiche auch. So macht Kochen doch am meisten Spaß, oder?

Zutaten (für eine 26er-Springform):

Für den Teig

  • 250 g Vollkornmehl (Dinkel oder Weizen)
  • 130 ml warmes Wasser
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 Prisen Salz

Für die Füllung der Quiche

  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 kleine Knoblauchzehe (optional)
  • 350 g Champignons
  • 2 Packungen Tiefkühl-Spinat (900 g), optimalerweise aufgetaut
  • 1 Becher Sojajoghurt, natur und ungesüßt (400 g)
  • 65 g Stärke
  • 2 TL Salz
  • 1 TL Muskat
  • 2 EL Hefeflocken
  • Pfeffer, nach Belieben
  • Öl zum Anbraten (z.B. Olivenöl)
  • Sonnenblumenkerne als „Dekoration“ (optinal)

Zubereitung:

Als erstes wird der Teig zubereitet. Hierfür Mehl, Wasser, Öl und Salz in eine Schüssel geben und mit den Händen 3-4 Minuten zu einem glatten Teig verknetet. Sollte der Teig zu trocken/zu nass sein, noch Wasser/Mehl hinzugeben. Den Teig abgedeckt in einer Schüssel ruhen lassen.

Für die Füllung die Zwiebel in Würfel und die Champignons in Scheiben schneiden. Etwas Öl in einem mittelgroßen Topf erhitzen und die Zwiebeln darin etwa 3 Minuten glasig dünsten. Dann die Champignons dazugeben und ca. 5 Minuten anbraten. Den Topf nun von der Herdplatte nehmen. Den Spinat (optimalerweise aufgetaut, ansonsten noch erhitzen) sowie Sojajoghurt, Stärke, Salz, Muskat, Hefeflocken und Pfeffer hinzugeben. Die Knoblauchzehe dazu pressen und alles umrühren. Die Füllung beiseite stellen.

Eine Springform (Durchmesser: 26 cm) einfetten und mit Mehl bestäuben. Den Teig aus der Schüssel holen und auf einer bemehlten Unterlage ungefähr so groß wie die Springform ausrollen. Der Rand vom Teig sollte dabei bis etwa 1-2 cm unter die Oberkante der Springform gehen.

Die Füllung nun auf den Teig geben und glattstreichen. Ggf. noch mit Sonnenblumenkernen bestreuen.

Die Quiche im nicht vorgeheizten Backofen bei 190°C im unteren Drittel 40-45 Minuten backen. Aus dem Ofen holen und etwa 20 Minuten abkühlen lassen. Nicht heiß anschneiden, sonst läuft die Quiche auseinander!

Nachdem die Quiche also etwas ausgekühlt ist, mit einem Messer ringsherum zwischen Teig und Springform „herumfahren“ und den Rand der Springform lösen. Die Quiche anschneiden und (z.B mit Salat) servieren – fertig 🙂

Hirsesalat

Jeder kennt wohl die Momente, in denen man eigentlich noch was (für die Mittagspause am nächsten Tag) kochen sollte, jedoch erst spät zum Kochen kommt oder auch die Kochlust nicht sonderlich groß ist. In solchen Fällen sollte es schnell gehen. Aber auch dann kommen für mich persönlich keine Fertigprodukte o.ä. in die Tüte (pun intended 😜). Stattdessen habe ich in diesem Fall einen leckeren und schnellen Hiresalat gemacht. Es geht wirklich fix: Während die Hirse quillt, kann das Gemüse geschnitten und dann müssen nur noch alle Zutaten miteinander vermischt werden.

Und dass schnelles Essen nicht mit ungesundem Essen gleichzusetzen ist, beweist dieses Gericht: Kidneybohnen, die neben Proteinen auch viele Mineralstoffe (darunter Eisen) liefern, Paprika deren Vitamin-C-Gehalt die Eisenaufnahme fördert und zu guter Letzt natürlich noch die namensgebende Zutat: Hirse. Sie kann meiner Meinung nach definitiv zu den „Superfoods“ gezählt werden. Sie liefert Proteine, einiges an Mineralstoffen (Eisen, Kalium, Sillizium…) und Vitamine, darunter viele B-Vitamine. Glutenfrei ist sie darüber hinaus auch noch. Eine tolle Alternative zu Nudelsalat, wenn man beispielsweise aufgrund einer Zöliakie kein Gluten essen kann. Zudem lässt sich des Öfteren auch Hirse aus deutschem Anbau finden. Daher gibt es mehr als genug Gründe, Hirse regelmäßig in den Speiseplan zu integrieren 😊

Der Hirsesalat passt auch gut zu allerlei anderen Salaten und ist eine hervorragende Beilage zum Beispiel zu diesen veganen Steaks. Aber auch zum Grillen passt der Hirsesalat hervorragend. Ein echter Alleskönner, der schnell zubereitet, geusnd und lecker ist – was will man mehr?



Zutaten (reicht für eine große Schüssel Hirsesalat):

  • 300 g Hirse
  • 550 ml Wasser
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Paprika (Farbe egal)
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 kleines Glas Mais (Abtropfgewicht: 230 g)
  • 1 kleines Glas Kidneybohnen (Abtropfgewicht: 230 g)
  • 4 EL Raps- oder Olivenöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • 5 EL Balsamicoessig, weiß
  • 1, 5 TL Gemüsebrühpuler
  • 1 TL Senf, gehäuft
  • reichlich Pfeffer

Zubereitung:

Das Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Sobald es kocht, die Hirse hinzugeben, nochmals aufkochen lassen, den Deckel auf den Topf geben und die Herdplatte auschalten. Den Topf auf der noch warmen Herdplatte stehen lassen. Nach 15 Minuten den Deckel abnehmen und auskühlen lassen. Zwischenzeitlich Zwiebel und Paprika in Würfel schneiden. Die Petersilie fein hacken.

Die ausgekühlte (oder noch lauwarme) Hirse in eine Schüssel geben. Alle restlichen Zutaten (die Kidneybohnen vorher noch abspülen), bis auf die Petersilie, dazugeben und gut durchmischen. Nun die Petersilie unterrühren und zack – schon ist der Salat fertig.
Guten Appetit! 😊

Kartoffel-Spinat-Gratin

Kartoffeln sind ein echter Allrounder in der Küche. Als Grundnahrungsmittel landen sie auch bei mir mehrmals in der Woche auf dem Teller. Bratkartoffeln, Suppe, Ofenkartoffeln, Knödel, Kroketten, Kartoffelbrei, Kartoffelsalat usw… Kartoffeln gehen bei mir immer und ich mag sie in jeder Form. Dieses Mal gab es ein leckeres Kartoffelgratin in Kombination mit Spinat, den ich auch sehr gerne habe. Die beiden Gemüsesorten passen wirklich hervorragend zueinander, finde ich. Der Spinat sollte für die Zubereitung übrigens mehr oder weniger aufgetaut sein, damit er besser verteilt werden kann.


Wer auf seine Figur achten will, hat übrigens keinen Grund, Kartoffeln abzulehnen: Ja, sie enthalten Kohlenhydrate, jedoch in einer komplexen Form, die den Blutzuckeranstieg im Zaum halten und lange sättigen. Zudem sollte man Kohlenhydrate per se nicht verteufeln, da es eben verschiedene Arten davon gibt. Zwar können Kartoffeln nicht zu den proteinreichen Gemüsesorten gezählt werden, sie liefern dafür aber sehr hochwertiges Eiweiß, war sehr gut bioverfügbar ist. Lange Rede, kurzer Sinn: Esst mehr Kartoffeln! Pommes und Chips aber bitte nur in Maßen 😉

Als Sahneersatz habe ich hier wieder eine Sonnenblumenkerne-Creme (was für ein sperriger Name…) verwendet, wie ich sie auch schon für die leckeren Spinat-Hefeschnecken benutzt habe. Die Creme kommt bei mir sehr oft zum Einsatz, da sie schnell gemacht und lecker ist. Grundsätzlich würden hier auch Cashewkerne o.ä. funktionieren, das schmeckt auch sehr gut. Aber Sonnenblumenkerne können regional bezogen werden, was doch ein großer Pluspunkt ist.

Jedenfalls ist die Kombination aus Kartoffeln, Spinat und Sonnenblumenkernen wirklich super lecker und verwandelt dieses Gratin zu einem wirklich tollen, gesunden und sättigenden Essen. Glutenfrei ist es außerdem auch noch.

Dazu noch einen Salat (dass ich Feldsalat hatte, war mehr oder weniger Zufall, prinzipiell passt fast jeder Salat (von Kartoffelsalat würde ich jedoch abraten…) und das Mittag- oder Abendessen ist gerettet!

Hinweis: Die im Rezept angegebene Menge an Salz ist recht gering, wer also i.d.R. großzügiger mit Salz umgeht (so wie ich für gewöhnlich auch…), sollte die Menge erhöhen. Wobei weniger Salz im Regelfall wohl auch nicht schadet 😉

Zutaten für eine Auflaufform (meine hatte ca. 26 x 33 cm):
reicht für 4 Personen

Für die Sonnenblumenkerne-Creme:

  • 180 g Sonnenblumenkerne
  • 400 ml Wasser + 50 ml Wasser
  • 4 EL Hefeflocken
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Muskatnuss
  • Pfeffer, nach Belieben

Sonstige Zutaten:

  • 1,5 kg Kartoffeln (vorw. festkochend, andere gehen auch)
  • 2 Packungen Tiefkühlspinat (900 g), aufgetaut
  • 3 EL Olivenöl
  • 1,5 TL Salz
  • 2 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 1/2 TL Muskatnuss
  • Pfeffer, nach Belieben

Zubereitung:

Für die Creme die Sonnenblumenkerne in ein hohes Gefäß geben und so viel Wasser dazugeben, bis sie komplett bedeckt sind. Dieser Schritt dient dem Einweichen der Kerne und kann, muss aber nicht, einige Stunden vorgezogen werden.
Die Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben hobeln oder schneiden. Zu den gehobelten Kartoffeln nun Öl, Salz, Paprikapulver, Muskatnuss und Pfeffer geben und gut miteinander vermischen.
Nun die Sonnenblumenkerne abschütten, wieder in das Gefäß geben, 400 ml Wasser dazu und mit dem Pürierstab mixen, bis eine möglichst feine Creme entsteht. Kleine Stückchen sind nicht schlimm. Dann die Hefeflocken, Muskatnuss, Salz und Pfeffer unterrühren.
Die Hälfte der Kartoffeln in eine Auflaufform geben, darüber dann gleichmäßig eine Packung Spinat verteilen und diesen nochmals extra mit etwas Pfeffer und Muskatnuss würzen. Hierauf etwa ¼ der Creme verteilen. Nun die restlichen Kartoffeln und die andere Packung Spinat verteilen und wieder würzen. Die restliche Creme darüber verteilen, das Gefäß mit 50 ml Wasser ausschwenken und ebenfalls darüber gießen. Mit einem Löffel gleichmäßig verteilen.
Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Ober- und Unterhitze) im unteren Drittel ca. 65 Minuten backen, bis das Gratin eine schön braune Farbe angenommen hat. Bitte unbedingt mit einer Gabel prüfen, ob die Kartoffeln gar sind und ggf. die Backzeit erhöhen.
Guten Appetit! 😊

Linsen-Hafer-Steaks

Linsen und allgemein Hülsenfrüchte landen bei mir mehrmals in der Woche – in welcher Form auch immer – auf dem Teller. An Weihnachten gab’s ja z.B. einen Braten aus Linsen und heute hab ich diese „Steaks“ ausprobiert. Insbesondere rote Linsen habe ich immer im Vorrat, da sie sehr schnell zubereitet sind und mit vielen Gemüsesorten harmonieren. Eine weitere Hauptzutat hier sind Haferflocken, die definitiv mehr können als „nur“ Frühstück.

Die Steaks könnten auch Bratlinge getauft werden, ich hab sie aber eben in Steakform gebracht, daher der Name. Sollte sich ein Flexitarier oder Fleischesser an dieses Rezept wagen, bitte nicht erwarten, dass es mit einem echten Steak aus Fleisch zu verwechseln wäre😇 Das muss für mich auch gar nicht sein. Hauptsache, es schmeckt – und das ist bei diesen Steaks definitiv der Fall: Sie sind würzig, schön saftig und haben dennoch Biss 🙂 Zudem können sie (auch aus gesundheitlicher Sicht (im Gegensatz zu einem richtigen Steak…)) ohne schlechtes Gewissen genossen werden.

Die Linsen liefern wertvolles Eiweiß: Mit knapp 24 g Protein auf 100 g (getrocknete Linsen) können sie in Hinsicht Proteinzufuhr definitiv sehen lassen! Auch Haferflocken mit ca. 13 g Protein pro 100 g sind eine super Eiweißquelle. Die Liste an wertvollen Inhaltsstoffen hört hier aber lange nicht auf: Zink, Calcium, Magnesium, B-Vitamine und vieles mehr. Kein Wunder, sind die beiden Hauptzutaten doch wahre „Superfoods“ (wobei ich das Wort ja nicht sonderlich mag…).

Die Steaks sind schnell zubereitet und passen super zu Salaten. Sobald die Grillsaison losgeht, probiere ich sie auch mal frisch vom Rost aus. Bis dahin schmecken sie auch aus der Pfanne klasse 🙂

Für den Biss habe ich noch etwas gehackte Sonnenblumenkerne hinzugefügt. Dazu gab es bei mir Kartoffelsalat und Rote-Beete-Salat (auch mit Linsen…).

Die Steaks können auch problemlos glutenfrei zubereitet werden, wenn glutenfreie Haferflocken verwendet werden.

Zutaten (reicht für 6 Steaks):

  • 200 g rote Linsen
  • 400 ml Wasser
  • 180 g Haferflocken
  • 50 g Sonnenblumenkerne
  • 2 EL Stärke
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 2 TL Paprikapulver, geräuchert (optional: edelsüß)
  • 1,5 TL Salz
  • 1 gehäufter TL Senf
  • 2 TL Tomatenmark
  • 3 EL Hefeflocken
  • 2 EL Olivenöl
  • Pfeffer nach Belieben
  • Öl zum Anbraten

Zubereitung:

Die Linsen mit dem Wasser zum Kochen bringen und etwa 10 Minuten köcheln lassen. Zwischenzeitlich die Haferflocken mit dem Hochleistungsmixer oder Pürierstab zu Mehl verarbeiten. Die Sonnenblumenkerne mit einem großen Messer fein hacken.
Sobald die Linsen gar gekocht sind, diese in eine Schüssel umfüllen, die geschälte Knoblauchzehe hinzugeben und mit einem Pürierstab zu einer glatten Masse pürieren. Die Stärke hinzugeben und unterrühren. Dann Haferflocken, Sonnenblumenkerne, Paprikapulver, Salz, Senf, Tomatenmark, Pfeffer und Olivenöl hinzugeben und mit den Händen sorgfältig zu einer Masse verkneten. Von dieser Masse sechs etwa tennisballgroße Stücke abteilen und jedes Stück zwischen den flachen und angefeuchteten Händen zu Steaks formen. Die Hände sollten sehr nass sein und die Steaks gleichmäßig und flach geformt, andernfalls sind sie später ggf. bröselig. Das haben Linsenbratlinge u.ä. leider an sich. Die Steaks gelingen aber trotzdem gut, wenn sie fast schon „klatschnass“ geformt werden.
In einer beschichteten Pfanne einen großzügigen Schluck Öl erhitzen und die Steaks von jeder Seite 3-5 Minuten anbraten, bis sie schön kross sind. Ggf. nach dem (vorsichtigen) Wenden nochmals Öl in die Pfanne geben.
Und dann nur noch genießen 😊

Karotten-Brotaufstrich


Wer sich heutzutage entscheidet, vegan (oder vegetarisch) zu leben, findet eine unfassbare Vielfalt an möglichen Brotbelägen vor: Käse, Salami, Mortadella – alles natürlich vegan und überall erhältlich, egal ob im gut sortierten Biomarkt oder Discounter. Es ist super, dass es heute in jedem Laden vegane Alternativen gibt. Vor einigen Jahren war es undenkbar, so etwas z.B. in Discountern zu finden. Daher: klasse und wünschenswerte Entwicklung!
Ich bleibe jedoch dem „Urgestein“ treu: dem klassischen Brotaufstrich auf Basis von Gemüse (und Nüssen/Samen oder Öl…). Ich kann mit veganem Scheibenkäse, Salami etc. irgendwie nicht wirklich was anfangen. Brotaufstriche hingegen kann ich quasi immer essen…
So z.B. diesen leckeren Aufstrich auf Basis von Karotten und Sonnenblumenkernen. Er schmeckt super zu allen Arten von Brot (z.B. Naan-Brot) und Brötchen, aber auch als Dip zu Gemüse. Zudem kommt er mit wenig Öl aus (ein wenig Öl ist für den Geschmack natürlich drin und damit das Beta-Carotin der Karotte besser aufgenommen werden kann) – nicht so wie viele der Aufstriche, die es zu kaufen gibt. Diese haben oft an zweiter oder gar erster Stelle Öl als Zutat stehen. Das ist zwar nicht sonderlich schlimm (wobei Sonnenblumenöl aufgrund des schlechten Omega-3 zu Omega-6-Fettsäurenverhältnisses gemieden werden sollte), jedoch mag ich es persönlich lieber, wenn die Hauptzutaten aus Gemüse bestehen 😊

Das Rezept reicht für eine recht große Menge (mehr als die kleinen Gläschen, die es im Laden zu kaufen gibt), aber der Aufstrich hält sich einige Tage im Kühlschrank und kann auch problemlos eingefroren werden.

Zutaten

Ergibt etwa 480 g Aufstrich.

  • 250 g Karotten
  • ¼ Zwiebel
  • 150 g Sonnenblumenkerne
  • 40 g Sesam
  • 150 ml Wasser
  • 4 EL Olivenöl
  • 1,5 TL Salz
  • 2 TL Currypulver (leicht gehäuft)
  • ¼ TL Paprikapulver (edelsüß)
  • ½ TL Kurkuma
  • Pfeffer nach Belieben
  • 2 TL Ahornsirup o.ä.

Zubereitung:

Zuerst die Zwiebel würfeln, die Karotten vierteln und in dünne Scheiben schneiden und beiseitestellen. Die Sonnenblumenkerne in einer unbeschichteten Pfanne ohne Fett 3-5 Minuten vorsichtig rösten. Wenn sie leicht gebräunt sind, den Sesam dazugeben und etwa 1-2 Minuten mitrösten. Sonnenblumenkerne und Sesam dann in eine Schüssel geben.
2 EL Olivenöl in die Pfanne geben, geschnittene Zwiebel und Karotten hinzufügen und etwa 3 Minuten anbraten. Dann mit 50 ml Wasser ablöschen und bei geschlossenem Deckel etwa 10 Minuten köcheln lassen. Hierbei immer mal wieder umrühren. Nach dieser Zeit sollte die Karotte weich sein, ggf. die Kochzeit anpassen.
Das Gemüse zu den Sonnenblumenkernen und Sesam geben, 100ml Wasser hinzufügen und mit dem Pürierstab einige Minuten zu einer glatten Creme pürieren.
Nun 2 EL Olivenöl sowie Zitronensaft, Salz, Curry-, Paprika- und Kurkumapulver, Pfeffer und Ahornsirup dazugeben und gut unterrühren. Ggf. mit Zitronensaft und Curry nachwürzen.
Der Aufstrich ist nun schon fertig und kann in ein Glas o.ä. abgefüllt werden. Wenn er vollständig abgekühlt ist, im Kühlschrank lagern.
Guten Appetit! 😊

Fenchelsalat mit Birne und Walnüssen

Fenchel gilt als Heilpflanze und findet sehr gerne in Tees als Beruhigung für den Magen Verwendung. In der Küche kann er aber ebenso mit seinem leicht süßlichen und würzig-intensiven Aroma glänzen und sowohl gekocht als auch roh verzehrt werden – ich bevorzuge letzteres. Entweder einfach zum Abendbrot dazu oder eben in diesem Salat 😉


Die Birne „puffert“ den intensiven Eigengeschmack des Fenchels, ergänzt durch die Walnüsse und etwas Zimt hat man im Nu einen leckeren Beilagensalat gezaubert. Auch die Inhaltsstoffe von Fenchel können sich sehen lassen: Er bietet ein breites Mineral- und Nährstoffspektrum, so z.B. die Vitamine B1, C, E sowie Calcium, Eisen und Kalium.
Zu diesem Salat passen Pellkartoffeln und Bratlinge (z.B. aus Hafer oder Hirse) ganz hervorragend.

Zutaten:

Reicht für 4 Personen

  • 1 Fenchelknolle (gerne mit Grün)
  • 1 große Birne (sollte noch fest und nicht weich sein)
  • 4 EL gehackte Walnüsse
  • 4 EL Essig
  • 3 EL Zitronensaft
  • 3 EL Rapsöl
  • 3 EL Wasser
  • 2 TL Salz (gestrichen)
  • 1 TL Zimt

Zubereitung:

Den Fenchel waschen und trockenreiben. Das Fenchelgrün abzupfen, klein hacken und in eine Schüssel geben. Die grünen Fenchelstiele abschneiden, vierteln und in dünne Scheiben schneiden und zum Fenchelgrün geben. Den restlichen Fenchel achteln, ggf. nochmal abspülen (in den einzelnen Schichten versteckt sich gerne Sand), den Strunk herausschneiden und in feine Scheiben in die Schüssel hobeln. Nun die Birne vierteln, die Kerne entfernen, in Würfel schneiden und zum Fenchel dazugeben.
Die restlichen Zutaten (Essig, Zitronensaft, Rapsöl, Wasser, Salz und Zimt) in die Schüssel geben.
Die gehackten Walnüsse in einer unbeschichteten Pfanne ohne Fett anrösten. Hierbei unbedingt bei der Pfanne bleiben und immer wieder mit einem Holzlöffel umrühren. Die Nüsse sollten nur leicht braun werden. Dann ebenfalls in die Schüssel geben und alles gut miteinander vermischen. Ggf. noch mit Zitronensaft und Salz nachwürzen.
Schon ist der Salat fertig – guten Appetit! 😊

Winterlicher Krautsalat mit Orange und Vanille

In diesem Salat werden Weißkraut, Orange und Vanille zu einer winterlichen Komposition vereinigt. Die Orange und das das Kraut liefern hier einiges an Vitamin C, perfekt also für den winterlichen Vitamin-Kick, insbesondere bei den kalten Temperaturen (die zumindest in BW herrschen).
Das Duo aus Kraut und Orange wird durch Vanille abgerundet, die hier das gewisse Extra liefert und zudem als natürlicher Geschmacksverstärker dient. In vielen traditionellen Anbauländern von Vanille, z.B. Madagaskar, wird diese auch zu herzhaften Speisen gereicht. Hierzulande kennen die meisten das edle Gewürz wohl nur zu Süßspeisen, dieser Krautsalat beweist jedoch, dass Vanille nicht nur „süß“ kann. Die Vanille habe ich, wie immer, von meinen Freunden der http://vanillekiste.de bezogen (wer von dort auch Vanille kaufen möchte, kann dies gerne über http://vanillekiste.de/raphiniert_vegan tun 😇).

Ich habe für den Salat Spitzkohl verwendet, da dieser etwas milder im Geschmack ist als herkömmlicher runder Weißkohl, dieser kann jedoch ebenfalls problemlos verwendet werden.
Der Salat ist wirklich sehr schnell zubereitet, bietet eine leckere Abwechslung zum klassischen Krautsalat und kann bestimmt den ein oder anderen „Krautmuffel“ von sich überzeugen 😊

Zutaten:

Reicht für 4 Personen

  • ½ mittelgroßer Kopf Spitzkohl oder Weißkohl (war bei mir etwa 550 g)
  • 1 Bio-Orange, davon Fruchtfleisch und Schale
  • 1 Vanilleschote
  • 5 EL Orangensaft (optional: Saft einer halben, frischen Orange)
  • 4 EL Rapsöl
  • 3 EL Weißweinessig
  • 0,5 -1 gestrichener TL Salz

Zubereitung:

Das Kraut waschen und in feine Streifen in eine Schüssel hobeln. Die Orange heiß abwaschen, abtrocknen und die äußerste Schicht der Schale abreiben und zum Kraut dazugeben. Dann die Orange achteln, filetieren, in schmale Streifen schneiden und ebenfalls zum Kraut geben. Die Vanilleschote längs aufschneiden, das Mark auskratzen und mit den restlichen Zutaten, also Öl, Essig und Salz ebenfalls in die Schüssel geben. Nun alles gut durchmischen, kurz ziehen lassen und genießen.

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