Vegane Back- und Kochwelt

Luftiger Käsekuchen

Veganer luftiger Käsekuchen? Das geht? Und ob! Das mag für die eine oder den anderen zwar bestimmt komisch klingen. Schließlich sind in normalem Käsekuchen Quark, Sahne, Butter, Eier… drin. Für eine schöne käsekuchenartige, lockere Konsistenz und einen guten Geschmack braucht es das aber alles nicht: Die Masse dieses Käsekuchens besteht hauptsächlich aus Sojajoghurt und Seidentofu. Beides proteinreiche Zutaten, mit denen man den Genuss doch mehr als rechtfertigen kann, finde ich 😁

Der tolle Geschmack kommt auch durch die Vanilleschoten zustande, die ich für dieses Rezept komplett, also mit Schale, im Hochleistungsmixer vermixt habe (ihr könnt, falls ihr Vanille braucht, gerne über http://vanillekiste.de/raphiniert_vegan, ein Unternehmen von guten Freunden von mir, bestellen, davon profitiere ich auch 😊). Das Rezept kann aber auch problemlos mit Vanillepuddingpulver anstatt der Vanilleschoten und auch ohne Hochleistungsmixer zubereitet werden.
Im Teig habe ich noch Haferflocken drin, das mag ich ganz gerne, macht den Teig ein bisschen knuspriger. Die Beeren können notfalls weggelassen werden, was ich aber nicht empfehlen würde – sie runden den Geschmack zusätzlich ab und harmonieren gut mit der Vanille.


Bevor ich mit dem Rezept zufrieden war hatte ich übrigens einige Varianten ausprobiert. Mit Natur- anstatt Seidentofu hat es wirklich nicht allzu gut geschmeckt, die Füllung mit zusätzlicher Sonnenblumenkerne-Creme war im Ergebnis viel zu kompakt.
Nun hab ich aber eine perfekte Kombination gefunden, die wirklich super luftig und lecker ist. Habe meine Eltern auch probieren lassen und sie fanden ihn beide gut – für mich immer der „Härtetest“, da meine Eltern sich nicht vegan ernähren und generell veganen Backwerken eher kritisch gegenüber stehen…

Mit dem Kurkuma solltet ihr übrigens vorsichtig dosieren – die gelbe Färbung wird durch das Backen deutlich intensiver und wenn man zu viel nimmt, sieht der Kuchen nach dem Backen fast radioaktiv aus, weil er gelb-grün leuchtet (schwer vorstellbar, aber ist wirklich so).😄
Ist mir leider beim vorletzten Versuch leider passiert und davon wollte ich dann wirklich kein Foto machen…
Dieses Mal hat aber alles gepasst und der Kuchen hat eine schön leuchtende, nicht radioaktiv aussehende, gelbe Farbe 😉

Zutaten (für eine 26er-Springform):

Für den Boden

  • 200 g Weizen- oder Dinkelmehl (z.B. Typ 812, 405 o.ä.)
  • 50 g Haferflocken (Kleinblatt)
  • 70 g Rohrzucker
  • 130 g Margarine (z.B. Alsan bio)
  • 2 EL Pflanzenmilch (z.B. Hafermilch)

Für die Füllung

  • 600 g Soja-Naturjoghurt, ungesüßt
  • 400 g Seidentofu
  • 65 g Stärke (oder 2 Päckchen Vanillepudding, falls man keine Vanilleschoten verwenden möchte und dann keine zusätzl. Stärke)
  • 2 Vanilleschoten (optional die o.g. 2 Päckchen Vanillepuddingpulver)
  • 130 g Rohrzucker
  • 1 Prise Salz
  • 90 g geschmacksneutrales Rapsöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • ¼ TL Kurkumapulver für die Farbe (nehmt weniger, wenn ihr Vanillepuddingpulver mit Farbstoff (z.B. Beta-Carotin) verwendet)
  • 3-4 Handvoll Beeren, z.B. Johannisbeeren (gefroren oder frisch)
  • etwas Öl zum Einfetten der Form

Zubereitung:

Für den Teig alle trockenen Zutaten in einer große Schüssel oder auf die Arbeitsplatte geben. Die Margarine, in kleine Stückchen geschnitten, und die 2 EL Hafermilch dazugeben und solange kneten, bis ein glatter Teig entstanden ist.
Eine Springform mit Öl ausstreichen, den Teig hineindrücken und gleichmäßig verteilen. Einen 3-4 cm hohen Rand ziehen.

Für die Füllung Sojajoghurt, Seidentofu, Stärke, Zucker, Öl, Salz, Kurkumapulver und Zitronensaft in den Hochleistungsmixer geben. Die Enden der Vanilleschoten abschneiden und komplett (mit Schale) dazugeben. Alles auf höchster Stufe 2-3 Minuten mixen.
Wer keinen Hochleistungsmixer hat, püriert die Zutaten mit dem Pürierstab, verwendet von den Vanilleschoten jedoch nur das Mark (ein leistungsstarker Pürierstab sollte aber auch eine komplette Schote klein kriegen, schätze ich).
Die Masse dann auf den Teig geben, glatt streichen, mit den (frischen oder gefrorenen) Beeren bestreuen und im auf 190° C vorgeheizten Backofen 60 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Nach der Backzeit die Türe vom Ofen einen Spalt öffnen und den Kuchen so (natürlich bei ausgeschaltetem Backofen) 60 Minuten ruhen lassen. Danach rausholen, komplett abkühlen lassen – und genießen 😊

2 Kommentare

  1. Sandra

    Hallo Raphael,

    Unzählige Male hab ich den schon gebacken und schon soviel Lob geernet. Vielen lieben Dank für das hervorragende Rezept!!

    Grüße Sandra

    • Raphael

      Hallo Sandra,

      vielen lieben Dank für Deinen Kommentar! 🤗
      Es freut mich sehr, dass Dir das Rezept gefällt und auch, dass der Kuchen gelobt wurde – so macht Backen doch noch mehr Spaß 😊

      Liebe Grüße
      Raphael

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

© 2022 Raphiniert vegan

Theme von Anders NorénHoch ↑

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner