Vegane Back- und Kochwelt

Kategorie: Kochen (Seite 1 von 2)

Deftiger Linseneintopf

Der Winter gehört nicht unbedingt zu meinen Lieblingsjahreszeiten (natürlich haben alle Jahreszeiten ihren Charme), aber es hat schon was, einen deftig-wärmenden Eintopf zu essen, wenn man durchgefroren Zuhause ankommt. Eintöpfe bzw. Suppen haben außerdem den Vorteil, dass man oft nur einen Topf braucht und sie i.d.R unkompliziert in der Zubereitung sind.
So auch dieser deftige (und selbstverständlich vegane) Linseneintopf. Neben den namensgebenden Linsen sind auch Karotten, Kartoffeln, Sellerie und Zwiebel (und eine Knoblauchzehe) im Eintopf. Ein wirklich gesunder, ballaststoffhaltiger und sättigender Eintopf also 🙂

Da ich ein sehr großer Fan von Linsen (bzw. von Hülsenfrüchten allgemein) bin, ist dies nicht das erste und einzige Rezept mit den kleinen Kraftpaketen hier auf dem Blog. Da wären zum Beispiel der Linsenbraten, die Linsenbratlinge oder auch – wieder eine Suppe – die Kürbissuppe mit Linsen. Ihr seht, Linsen sind sehr vielfältig und sie bzw. Hülsenfrüchte allgemein sollten optimalerweise mehrmals die Woche auf dem Speiseplan stehen: Sie sind sehr ballaststoffreich, proteinreich und fettarm (Erdnüsse ausgenommen, was sie aber deshalb nicht schlecht macht). Und immer schön Vitamin C ( z.B. ein bisschen Paprika, Orange (oder deren Saft), Beeren; was eben gerade Saison hat) dazu essen, damit das Eisen in den Hülsenfrüchten besser vom Körper aufgenommen werden kann 😊
In einem alternativen Universum wäre ich wohl Hülsenfrüchte-Lobbyist, aber keine Sorge, im realen Leben bin ich nicht gesponsert 😉 Wobei ich ohnehin bezweifle, dass es eine Hülsenfrüchte-Lobby gibt, wie schade…

Der Linseneintopf ist auch „alleinstehend“ sehr gut essbar, wird aber super durch Vollkornbrot ergänzt. Apropos Brot: Der Linseneintopf ist glutenfrei, bitte achtet jedoch insbesondere bei der Sojasoße darauf, ob nicht doch Weizen enthalten ist, falls ihr den Eintopf jemandem mit einer Glutunverträglichkeit oder Zöliake servieren möchtet.
Egal ob mit oder ohne (ggf. glutenfreiem) Brot: Der Eintopf schmeckt wirklich klasse und schön deftig – auch dank Senf, Tomatenmark und Sojasoße, die hier eine ordentliche Portion „Umami“ reinbringen. Ein perfektes Essen für kalte Wintertage – aber auch zu anderen Jahrszeiten definitiv zu empfehlen 😊

Zutaten (reicht für 4 Personen):

  • 400 g Berglinsen
  • 1,5 + 0,5 L Wasser
  • 1 große Zwiebel
  • 4 EL Olivenöl
  • 2 Karotten
  • 2 größere Kartoffeln
  • ½ Knollensellerie
  • 1 große Knoblauchzehe
  • 3 EL Gemüsebrühepulver (ggf. glutenfrei)
  • 2 TL Senf
  • 2 gehäufte EL Tomatenmark
  • 3 TL Paprikapulver, geräuchert (alternativ: edelsüß)
  • 2 TL Kräuter der Provence
  • 6 EL Balsamicoessig, dunkel
  • 4 EL Sojasoße (ggf. glutenfrei)
  • ½ – 1 TL Chilipulver, Cayennepfeffer o.ä.
  • Salz und Pfeffer nach Belieben

Zubereitung:

Als erstes die Kartoffeln und den Sellerie schälen und vorerst beiseite legen. Dann die Zwiebel schälen und würfeln. Olivenöl in einem größeren Topf erhitzen und die Zwiebel unter gelegentlichem Rühren 4-5 Minuten anbraten. Danach die Zwiebel aus dem Topf holen und erst einmal beiseite stellen.
In den selben Topf (Öl- und Zwiebelrückstände drin lassen) nun 1,5 Liter Wasser und die Linsen hineingeben und zum Kochen bringen. Das Brühpulver kommt zu einem späteren Zeitpunkt hinzu. Sobald das Wasser kocht, die Hitze herunterschalten und 15 Minuten köcheln lassen.

In dieser Zeit die Kartoffeln und den Sellerie in ca. 1cm große Würfel schneiden. Die Karotten (falls ihr mögt, noch schälen) vierteln und in feine Scheiben schneiden. Nachdem die Linsen 15 Minuten geköchelt haben, das geschnittene Gemüse in den Topf geben, nochmal 0,5 Liter Wasser hinzugeben und weitere 15 Minuten köcheln lassen. Sollte das Gemüse nach dieser Zeit noch nicht gar sein, einfach noch weiterkochen lassen.

Sobald das Gemüse gar ist, alle Gewürze hinzugeben: Gemüsebrühepulver, Senf, Tomatenmark, Paprikapulver, Kräuter der Provence, Balsamicoessig, Sojasoße und Chilipulver/Cayennepfeffer. Die Knoblauchzehe durch eine Knoblauchpresse drücken und in den Topf geben, ebenso die anfangs angebratenen Zwiebeln. Nun alles gut umrühren und probieren. Ggf. mit Pfeffer, Essig und Salz abschmecken – fertig 😋

Pellkartoffeln mit Bibeleskäs und Linsenbratlingen

Beim Lesen der Überschrift habt ihr euch bestimmt gefragt, was „Bibeleskäs“ sein soll. Das ist die badische Bezeichnung für eine Zubereitung aus Quark, die mit Schnittlauch und weiteren Gewürzen verfeinert wird. Klassisch gibt es dazu „Gschwellti“ (Pellkartoffeln) oder ähnliches und wird in dieser Kombination üblicherweise im Sommer als einfach Essen serviert. Mir ist neulich aufgefallen, dass ich, seitdem ich Veganer bin, nie mehr Bibeleskäs gegessen habe 😨 Dabei hab ich das früher, zu meinen noch vegetarischen Zeiten, super gerne und oft gegessen. Deshalb musste ich das nun unbedingt wieder machen, das erste mal in veganer Version. Für den Quark habe ich eine Mischung aus Sojajoghurt (bzw. -quark) und Seidentofu benutzt. Diese beiden Zutaten habe ich bereits auch schon beim veganen Käsekuchen benutzt und dachte, dass sie sich für den Bibeleskäs auch gut eignen. Und ich kann sagen: ja, das tun sie! Gewürzt mit viiiiel Schnittlauch schmeckt der „Quark“ einfach richtig lecker. Und tatsächlich genauso, wie ich das Original mit tierischen Produkten in Erinnerung habe. Ein voller Erfolg!

Dazu gab es natürlich Pellkartoffeln und Linsenbratlinge. Zusammen mit dem Bibeleskäs erhaltet ihr ein eiweißreiches Rezept, das wirklich sättigt. Ich hatte tatsächlich lange nicht mehr ein Essen, bei dem das Sättigungsgefühl so schnell eingesetzt hat, wie bei diesem hier 😅 Dazu schmeckt es wirklich lecker und ist einfach in der Zubereitung. Während die Kartoffeln und Linsen kochen, kann der Quark zubereitet werden. Das Formen und Anbrutzeln der Bratlinge ist dann auch schnell gemacht. Ein wirklich einfaches, schnelles und gesundes Essen also.

Der Bibeleskäs schmeckt super zu den Kartoffeln und den Linsenbratlingen, ist aber auch auf Brot oder als Dip zu Gemüse sehr lecker. Und ich empfehle wirklich die Kombination aus Seidentofu (dem ich tatsächlich eine Weile lang eher skeptisch gegenüberstand) und Sojaquark. Den Bibeleskäs nur aus Sojaquark zuzubereiten, ist aber natürlich auch möglich.

Zutaten (reicht gut für 3 Leute, ggf. 4):

Für den Bibelskäs

  • 1 Packung Seidentofu (400 g)
  • 1 Becher Sojaquark (400 g) von Sojade (alternativ: 1 Becher Sojajoghurt natur + 3 TL Johannisbrotkernmehl in die Masse unterrühren)
  • ½ Zwiebel
  • viiiiel kleingehackten Schnittlauch (ich hatte 6 EL; habe gehackten Schnittlauch aus dem Garten immer eingefroren)
  • 1- 2 TL Kümmel, ganz
  • 1,5 TL Salz
  • 2 EL Olivenöl
  • Pfeffer, nach Belieben

Für die Bratlinge (ergab bei mir 11 Stück)

  • 300 g rote Linsen
  • 600 ml Wasser
  • 70 g Haferflocken
  • 2 EL Stärke
  • 2 TL Paprikapulver
  • 2 TL Currypulver
  • 1 TL Senf, gehäuft
  • 1 TL Tomatenmark
  • 2 EL Gemüsebrühepulver
  • Pfeffer, nach Belieben
  • (Raps-)Öl zum Anbraten

Für die Pellkartoffeln

  • ca. 1 kg Kartoffeln (vorwiegend festkochend oder festkochend)
  • Wasser

Zubereitung:

Die gewaschenen Kartoffeln in einen Topf geben und so viel Wasser dazugeben, bis sie nahezu bedeckt sind. Etwa 20-25 Minuten bei geschlossenem Deckel kochen lassen (es kommt hier natürlich auf die Größe der Kartoffeln an, ggf. die Kochzeit anpassen und durch Reinpieksen überprüfen, ob sie gar sind).

Die Linsen mit dem 600 ml Wasser zum Kochen bringen und 10 Minuten köcheln lassen. Danach in einen Sieb abschütten und mit kaltem Wasser übergießen (damit die Linsen etwas abkühlen)

Für den Bibeleskäs den Sojaquark mit dem Seidentofu in einer Schüssel mit dem Pürierstab gut durchmixen. Die Zwiebel fein hacken und dazugeben, ebenso alle anderen Gewürze und das Öl. Gut durchrühren und der Bibelsekäs ist auch schon fertig.

Für die Bratlinge die Haferflocken mit dem Pürierstab zu Mehl verarbeiten und dieses mit den gekochten Linsen und allen anderen Zutaten in eine Schüssel geben. Alles gut verrühren und ggf. mit Salz abschmecken. Dann so viel von der Masse nehmen, dass eine 3-4 cm große Kugel daraus geformt werden kann und diese zu einem Bratling formen. So weiter verfahren, bis die Masse aufgebraucht ist. In einer Pfanne reichlich Öl erhitzen und die Bratlinge von jeder Seite ca .4 Minuten anbraten. Behutsam wenden, da Linsenbratlinge nicht ganz so formfest sind und die Tendenz haben, zu bröseln. Nachdem Anbraten auf einen mit Küchenkrepp ausgelegten Teller geben.

Zwischenzeitlich das Wasser der (nun hoffentlich gar gekochten) Kartoffeln abschütten und noch heiß pellen. Die gepellten Kartoffeln zurück in den Topf und den Deckel darauf geben, damit sie warm bleiben.


Nun die Kartoffeln, Bibeleskäs und Linsenbratlinge auf den Tisch stellen – und genießen. Guten Appetit! Dazu passt übrigens Salat (grüner, Karotten, Kraut…).

Blumenkohlsalat mit Mais und Cashewcreme

Da das Wetter ja nun so langsam in Fahrt kommt und es endlich Sommer zu werden scheint (wobei ich gegen den ganzen Regen gar nix hatte, im Gegenteil…), haben wir neulich das erste Mal dieses Jahr gegrillt. Es gibt dann immer einiges an veganem Grillgut und gaaanz viele verschiedene Salate. Ich wollte dieses Mal jedoch zu den ganzen „Standardsalaten“ etwas anderes. Mein Plan war es, Brokkolisalat zu machen, den gab es im Laden aber nicht. Daher hab ich zu Blumenkohl gegriffen. Da ich auch noch Mais hatte und es mir dazu ganz lecker vorgestellt habe, hab ich das auch noch in die Schüssel getan. Das Ganze wurde dann durch eine Cashewcreme ergänzt. Und fertig war ein wirklich leckerer Salat!

Der Salat ist perfekt zum Grillen, passt aber auch zu Bratlingen, zu Brot, zu Ofengemüse uvm…

Ursprünglich wollte ich für die Creme, wie so oft, Sonnenblumenkerne (siehe z.B. hier) benutzen, aber das hab ich aus (rein optischen Gründen) nicht getan. Der Salat wäre dann halt eher grau geworden… Geschmacklich harmoniert Blumenkohl aber auch mit Sonnenblumenkernen, daher werde ich das auch mal ausprobieren.

Die Creme besteht nur aus Cashews und Wasser. Ich hab beides in meinem Hochleistungsmixer zu einer glatten Creme vermixt. Wer einen Pürierstab benutzt, sollte die Cashews vorher am besten einige Stunden einweichen. Dann sollte das gut klappen; Cashewkerne sind ja ohnehin sehr weich.

Das Hacken und anschließende Dünsten des Blumenkohls nehmen zwar etwas Zeit in Anspruch (im Vergleich zu rohen Salaten), das Zubereiten lohnt sich aber und es ist eben mal was anderes als Kartoffel-, Karotten- oder grüner Salat (die auch super sind!).

Zutaten (reicht als Beilage für 4 Personen, wenn es keine anderen Salate gibt):

  • 1 großer Blumenkohl
  • ½ kleine (rote) Zwiebel
  • 150 g Cashewkerne
  • 200 ml Wasser
  • 1 kleines Glas Mais (Abtropfgewicht: 230 g)
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • 4 EL weißer Balsamicoessig
  • 1,5 TL Gemüsebrühe
  • 2 EL Hefeflocken
  • 1 TL Senf
  • 1 Messerspitze Muskatnuss, gemahlen
  • Pfeffer nach Belieben
  • Wasser zum Dämpfen/Kochen

Den Blumenkohl von den Blättern und dem Strunk befreien, mit einem großen Messer in 2 cm große Scheiben schneiden und diese Scheiben wiederum mit dem Messer in mundgerechte Stücke hacken. Einen Topf ca. 3-4 cm hoch mit Wasser füllen, den Dampfgar-Einsatz daraufgeben, den Blumenkohl einfüllen, Deckel drauf und das Wasser zum Kochen bringen. Mit geschlossenem Deckel den Blumenkohl bei schwacher bis mittlerer Hitze etwa 10 – 15 Minuten dämpfen lassen. Der Blumenkohl sollte danach nicht ganz gar gekocht, sondern noch leicht bissfest sein. Wer keinen Dampfgar-Einsatz hat, kann den Blumenkohl auch einfach kochen.

Zwischenzeitlich die Cashews mit den 200 ml Wasser in den Hochleistungsmixer geben und so lange pürieren, bis eine Creme ohne Stückchen entstanden ist. Diese in eine größere Schüssel füllen. (Die Creme, die noch im Mixer zurückbleibt mit etwas Wasser und ggf. Süßungsmitteln zu feiner Cashewmilch mixen)

Die Zwiebel in feine Würfel schneiden und in die Schüssel geben .

Sobald der Blumenkohl weich, aber noch bissfest ist, den Topf von der Herdplatte nehmen, etwa 5 Minuten auskühlen lassen und den Blumenkohl zur Schüssel geben. Nun Olivenöl, Zitronensaft, Essig, Gemüsebrühe, Senf, Hefeflocken, Muskatnuss und Pfeffer dazugeben und alles durchmischen. Ggf. mit Essig und Salz abschmecken – fertig. Guten Appetit! 😊

Vegane Bolognese aus Tofu

Vegane Bolognese mag vielleicht für den einen oder die andere komisch klingen, aber das Original besteht ja mitnichten nur aus Fleisch, sondern das Gemüse spielt hierbei eine wichtige Rolle. Und so ist es gar nicht schwer, das Fleisch zu ersetzten. Hier geschehen durch Tofu. Oft mache ich Bolognese auch aus Sojagranulat oder -schnetzeln, aber manchmal eben auch mit Tofu. Am liebsten (oder eher ausschließlich…) mit Tofu von Taifun (es gibt in meinen Augen keinen besseren Tofu, die haben soooo viele gute Sorten) und dann in der Sorte Rosso. Wobei Basilikumtofu hier ebenfalls funktioniert.
Neben dem titelgebenden Tofu sind natürlich auch Karotten, Sellerie und Zwiebeln drin. Und Knoblauch. Ich liiiiebe einen kräftigen Knoblauchgeschmack in der Bolognese.

Die Zubereitung ist nicht schwer und geht recht schnell, wenn jedoch kein Multizerkleinerer o.ä. vorhanden ist, dauert das Würfeln des Gemüses etwas länger. So oder so, das Zubereiten lohnt sich, diese Bolognese ist wirklich sooo lecker und fruchtig. Natürlich perfekt zu (Vollkorn-)Spaghetti (wobei ich glaube, dass das in Italien gar nicht unbedingt so kombiniert wird, aber ist ja eigentlich wurscht) aber auch zu anderer Pasta, als Füllung in Pfannkuchen, in der Lasagne, oder, oder, oder… Dazu passt gut ein grüner Salat oder Krautsalat.

Auch wenn man den gesundheitlichen Aspekt betrachtet, kann sich die Bolognese durchaus sehen lassen. Immerhin ist recht viel Gemüse drin und der Tofu liefert wertvolles Eiweiß, Calcium, B-Vitamine u.v.m. Ich rate allen, die Fleisch essen, es dringend mal mit Tofu auszuprobieren – die Bolognese kam in meinem Freundes- und Bekanntenkreis gut an. Natürlich schmeckt sie nicht wie Bolognese mit Fleisch (glaube ich zumindest, ich kann mich tatsächlich nicht mehr an den Geschmack von Fleisch-Bolognese erinnern), aber sie schmeckt eben und ist das nicht viel wichtiger? Glutenfrei ist sie dazu auch noch (ok, das Original auch…) und da es heute quasi überall glutenfreie (und auch gute!) Spaghetti zu kaufen gibt, ist das Gericht auch für Zöllies problemlos möglich.
Und es gibt ja kaum jemanden, der nicht gerne Bolognese isst – ein echtes „Universalessen“ also, das so gut wie immer geht.

Zutaten (reicht für ca. 4 Personen)

  • ½ Knollensellerie (ich hatte einen kleinen Kopf, bei einem normalgroßen Kopf eher 1/3)
  • 2 große Karotten
  • 1 Zwiebel
  • 2 – 4 Knoblauchzehen (je nachdem, wie sehr man Knoblauch mag…)
  • 1 Packung (200 g) Taifun Tofu Rosso (oder Basilikumtofu)
  • 1 Tube/1 kleines Glas Tomatenmark
  • 750 ml Tomatenpassata
  • 3 gehäufte TL italienische Kräuter
  • 1, 5 – 2 TL Salz
  • Pfeffer, reichlich
  • 1/2-1 TL Chilipulver (ggf. mehr)
  • Rotwein (oder optional Wasser)
  • Öl zum Anbraten, z.B. Rapsöl

Zubereitung:

Zwiebel, Karotten und Sellerie in feine Würfel (müssen aber nicht super fein sein), den Knoblauch in sehr feine Würfel hacken. (Wer Spaghetti dazu servieren will, setzt jetzt das Kochwasser auf.) 3 EL Öl in einem mittelgroßen Topf erhitzen und das Gemüse (bis auf den Knoblauch) hinzugeben. Bei geschlossenem Deckel bei recht hoher Hitze etwa 7 Minuten anbraten, hierbei ab und zu umrühren. Dann mit einem großzügigen Schuss Rotwein (bzw. Wasser) ablöschen und nochmals 3-4 Minuten köcheln lassen. Nun Tomatenmark und -passata hinzugeben (wer Gläser benutzt: hier jeweils mit etwas Wasser ausspülen und in den Topf geben), den Tofu aus der Verpackung holen, in feine Brösel zerreiben und ebenfalls dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen, den Knoblauch hinzugeben. Ebenso das Chilipulver. Etwas Schärfe in der Bolognese sorgt für das „gewisse Extra“. Nun noch erhitzen, abschmecken, ggf. nachwürzen und (mit den Nudeln) servieren.

Glutenfreie Pfannkuchen mit cremiger Lauch-Paprika-Füllung

Pfannkuchen gibt es bei mir oft in der „glutenhaltigen“ Variante mit normalem Mehl. Ab und an aber auch als glutenfreie Variante, wenn ich Besuch habe, der kein Gluten verträgt. In der Regel habe ich hier immer auf fertige glutenfreie Mehlmischungen zurückgegriffen, was super funktioniert. Jetzt wollte ich aber mal ausprobieren, das Mehl selber zusammenzumischen und was soll ich sagen: Das hat ebenfalls echt gut geklappt.
Ich habe für den Teig Kichererbsenmehl mit Maismehl vermischt und für die Bindung noch etwas Sojamehl ergänzt. Letzteres kann bestimmt auch durch Stärke ersetzt werden, denke ich, ausprobiert habe ich das aber noch nicht. Durch das Kichererbsenmehl sind die Pfannkuchen eine gute Möglichkeit, den täglichen Proteinbedarf zu decken.

Als Füllung habe ich Lauch und Paprika mit meiner bewährten „Sonnenblumenkerne-Creme“ (ich brauche langsam wirklich einen besseren Namen dafür…) kombiniert. Diese findet auch in anderen Rezepten auf diesem Blog Verwendung, z.B. bei diesem Kartoffelgratin oder auch diesen herzhaften Hefeschecken. Ich habe immer ein riesiges Glas Sonnenblumenkerne aus dem Unverpacktladen vorrätig und kann dann ganz schnell die Creme als „Sahneersatz“ machen. Daher habe ich auch so gut wie nie Sojacuisine o.ä. im Haus. Prinzipiell kann die Sonnenblumencreme auch durch pflanzliche Sahne ersetzt werden, hier würde ich das Ganze aber noch mit etwas Stärke abbinden. Auch können die Pfannkuchen nach Belieben gefüllt werden, aber die Kombination aus Lauch und Paprika ist als Füllung wirklich lecker 😋 Hierzu passt gut ein grüner Salat oder Karottensalat.
Durch das Kichererbsenmehl haben die Pfannkuchen im Vergleich zu den „normalen“ eine etwas herzhaftere Note, dennoch kann ich mir hier auch süße Füllungen vorstellen. Schmeckt bestimmt auch super mit Nussmus/Schokocreme und Beeren… Lange Rede, kurzer Sinn: Eurer Fantasie sind quasi keine Grenzen gesetzt… 😇


Zutaten (reicht für ca. 6 Pfannkuchen)

Für die Pfannkuchen

  • 200 g Kichererbsenmehl
  • 100 g Maismehl
  • 2 EL Sojamehl
  • 450 ml Sojamilch
  • 250 ml (Sprudel-)Wasser
  • 2 Prisen Salz
  • 1 Messerspitze Muskatnuss, gemahlen
  • Etwas Pfeffer

Für die Füllung:

  • 150 g Sonnenblumenkerne
  • 300 ml Wasser
  • 2 kleine Stangen Lauch
  • 2 Paprika (Farbe egal)
  • 1,5 TL Salz
  • 1 TL Kräuter der Provence
  • 1 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 2 EL frische Kräuter (z.B. Petersilie, Schnittlauch, Liebstöckel…)
  • Pfeffer nach Belieben
  • (optional: 1-2 EL Hefeflocken)
  • Öl zum Anbraten, z.B. Rapsöl

Zubereitung:

Als erstes die Sonnenblumenkerne mit dem Wasser in ein hohes Gefäß geben und beiseite stellen.
Die verschiedenen Mehle mischen, Sojamilch, Wasser, Salz, Muskatnuss und Pfeffer hinzugeben und mit dem Schneebesen gut verrühren. Den Teig nun etwa 10 Minuten stehen lassen, er dickt dann etwas nach.

Zwischenzeitlich die Lauchstangen halbieren und in Ringe schneiden (bitte den ganzen Lauch, also auch die dunkelgrünen Blätter, benutzen). Die Paprikas halbieren, entkernen und erst in (nicht allzu feine) Streifen und dann in Würfel schneiden. 2 EL Öl in einer Pfanne mit hohem Rand erhitzen und den Lauch für 5 Minuten bei geschlossenem Deckel anbraten, dabei ab und zu umrühren. Dann die gewürfelten Paprikas dazugeben und nochmals 5 Minuten anbraten.
Parallel hierzu können auch schon die Pfannkuchen in der Pfanne ausgebacken werden: Hierzu 1 EL Öl pro Pfannkuchen in einer beschichteten Pfanne erhitzen, eine Schöpfkelle (ggf. etwas mehr) voll Teig in die heiße Pfanne geben. Die Pfanne dann langsam kreisförmig schwenken, sodass der Teig gleichmäßig den Pfannenboden bedeckt. Bei großer Hitze von jeder Seite 2-3 Minuten anbraten. Beim erneuten Einfüllen des Teiges jedes Mal die Pfanne von der Herdplatte nehmen.

Während die Pfannkuchen und das Gemüse jeweils in der Pfanne sind, die etwas eingeweichten Sonnenblumenkerne inkl. dem Einweichwasser mit dem Pürierstab zu einer möglichst glatte Creme pürieren (dies dauert eine Weile). Die Creme dann zum Gemüse geben, alle Gewürze hinzu, unterrühren und ggf. abschmecken.
Die Pfannkuchen mit der Füllung bestreichen, aufrollen und schon ist ein leckeres und gesundes Mittag- oder Abendessen fertig ☺



Hirsebratlinge mit Erbsen und Paprika

Bratlinge sind einfach super, egal aus was, egal wann, egal ob warm oder kalt. Ich finde, Bratlinge gehen immer! Sie sind auch sehr vielseitig und können aus allen möglichen Zutaten gemacht werden, z.B. Hafer (hier z.B. in Bällchenform), Quinoa, Grünkern, Hirse usw. In diesem Fall bestehen sie aus Hirse und damit auch das Gemüse nicht zu kurz kommt, habe ich noch Erbsen und Paprika hinzugefügt. Diese Kombi hatte ich vergangenen Herbst als Füllung für gefüllten Kürbis gemacht und was davon übrig geblieben ist, hab ich als Bratlinge geformt und angebraten. Wirklich seeeehr lecker und dazu noch gesund. Hirse allein hat es mit vielen Mineralien und Vitaminen schon in sich, Erbsen (bzw. Hülsenfrüchte allgemein) sind aufgrund der Proteine und Mineralstoffe ja auch immer gut. Paprika wirkt hier – wie so oft – bei der Aufnahme des Eisens durch Vitamin C begünstigend. Diese Bratlinge können sich also wirklich sehen lassen!
Prinzipiell können sie mit jeder Art Gemüse zubereitet werden oder auch ohne, ebenso kann nach Lust und Laune gewürzt werden, Bratlinge schmecken in (fast) allen Variationen.

Hirse klebt an sich schon recht gut zusammen, für einen besseren Zusammenhalt hab ich jedoch noch etwas Stärke hinzugegeben. Beim Formen der Bratlinge mag die Masse noch etwas feucht sein, aber das sorgt auch dafür, dass sie gut zusammenhalten. Es nervt mich nämlich schon ziemlich, wenn Bratlinge beim Wenden in der Pfanne etwas auseinanderbröseln und das tun diese definitiv nicht 😉

Frisch aus der Pfanne sind sie einfach super lecker-knusprig. Echt schwer, sich da zurückzuhalten. Sie schmecken aber auch kalt hervorragend und sind daher gut geeignet für Picknick, Vesper oder Fingerfood. Zu Salaten gesellen sie sich ganz herrlich.

Was wäre das Leben nur ohne Bratlinge…?

Zutaten (reicht für etwa 15 Hirsebratlinge)

  • 400 g Hirse
  • 750 ml Wasser
  • 1 Paprika (Farbe egal)
  • 130 g Erbsen (aus dem Gefrierfach)
  • 2 EL Maisstärke (oder sonstige Stärke)
  • 1 – 1,5 EL Gemüsebrühe
  • 2 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 1 TL Curry
  • 1 TL Senf, gehäuft
  • 2 EL frische Kräuter, z.B. Petersilie oder Schnittlauch
  • (optional: 1-2 EL Hefeflocken)
  • Pfeffer nach Belieben
  • Öl zum Anbraten, z.B. Rapsöl

Zubereitung:

Das Wasser zum Kochen bringen. Sobald es kocht, die Hirse dazugeben, aufkochen lassen, dann die Herdplatte ausschalten und mit geschlossenem Deckel ca. 20 Minuten quellen lassen. Die Hirse ohne Umrühren quellen lassen, sonst pappt sie zusammen. Zwischenzeitlich die gewaschene Paprika vom Strunk entfernen, entkernen und in feine Würfel schneiden.
Nun die gequollene Hirse in eine große Schüssel umfüllen, die Stärke unterrühren und gewürfelte Paprika und Erbsen hinzugeben und ebenfalls untermischen. Das Ganze etwas abkühlen lassen, was schneller geht, wenn man die Masse immer wieder durchrührt.


Wenn die Masse soweit abgekühlt ist, dass sie angefasst werden kann, sämtliche Gewürze hinzufügen und gut vermischen.
Von der Masse nun etwa mandarinengroße (aber kleine Mandarinen…sorry, mir fällt kein besserer Vergleich ein) Stücke abteilen, mit beiden Händen flach und rund formen und auf einem großen Brett oder auf der Arbeitsplatte bis zum Anbraten zwischenlagern.


Sind alle Bratlinge geformt, reichlich Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Bratlinge von jeder Minute etwa 4 Minuten anbraten bzw. so lange, bis der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist.
Einfach zum Reinbeißen! ☺

Hirsesalat

Jeder kennt wohl die Momente, in denen man eigentlich noch was (für die Mittagspause am nächsten Tag) kochen sollte, jedoch erst spät zum Kochen kommt oder auch die Kochlust nicht sonderlich groß ist. In solchen Fällen sollte es schnell gehen. Aber auch dann kommen für mich persönlich keine Fertigprodukte o.ä. in die Tüte (pun intended 😜). Stattdessen habe ich in diesem Fall einen leckeren und schnellen Hiresalat gemacht. Es geht wirklich fix: Während die Hirse quillt, kann das Gemüse geschnitten und dann müssen nur noch alle Zutaten miteinander vermischt werden.

Und dass schnelles Essen nicht mit ungesundem Essen gleichzusetzen ist, beweist dieses Gericht: Kidneybohnen, die neben Proteinen auch viele Mineralstoffe (darunter Eisen) liefern, Paprika deren Vitamin-C-Gehalt die Eisenaufnahme fördert und zu guter Letzt natürlich noch die namensgebende Zutat: Hirse. Sie kann meiner Meinung nach definitiv zu den „Superfoods“ gezählt werden. Sie liefert Proteine, einiges an Mineralstoffen (Eisen, Kalium, Sillizium…) und Vitamine, darunter viele B-Vitamine. Glutenfrei ist sie darüber hinaus auch noch. Eine tolle Alternative zu Nudelsalat, wenn man beispielsweise aufgrund einer Zöliakie kein Gluten essen kann. Zudem lässt sich des Öfteren auch Hirse aus deutschem Anbau finden. Daher gibt es mehr als genug Gründe, Hirse regelmäßig in den Speiseplan zu integrieren 😊

Der Hirsesalat passt auch gut zu allerlei anderen Salaten und ist eine hervorragende Beilage zum Beispiel zu diesen veganen Steaks. Aber auch zum Grillen passt der Hirsesalat hervorragend. Ein echter Alleskönner, der schnell zubereitet, geusnd und lecker ist – was will man mehr?



Zutaten (reicht für eine große Schüssel Hirsesalat):

  • 300 g Hirse
  • 550 ml Wasser
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Paprika (Farbe egal)
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 kleines Glas Mais (Abtropfgewicht: 230 g)
  • 1 kleines Glas Kidneybohnen (Abtropfgewicht: 230 g)
  • 4 EL Raps- oder Olivenöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • 5 EL Balsamicoessig, weiß
  • 1, 5 TL Gemüsebrühpuler
  • 1 TL Senf, gehäuft
  • reichlich Pfeffer

Zubereitung:

Das Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Sobald es kocht, die Hirse hinzugeben, nochmals aufkochen lassen, den Deckel auf den Topf geben und die Herdplatte auschalten. Den Topf auf der noch warmen Herdplatte stehen lassen. Nach 15 Minuten den Deckel abnehmen und auskühlen lassen. Zwischenzeitlich Zwiebel und Paprika in Würfel schneiden. Die Petersilie fein hacken.

Die ausgekühlte (oder noch lauwarme) Hirse in eine Schüssel geben. Alle restlichen Zutaten (die Kidneybohnen vorher noch abspülen), bis auf die Petersilie, dazugeben und gut durchmischen. Nun die Petersilie unterrühren und zack – schon ist der Salat fertig.
Guten Appetit! 😊

Bärlauchpesto

Endlich ist wieder Frühling! Bei den Temperaturen, die hier gerade herrschen, fühlt es sich aber fast schon wie Sommer an… Das Wetter hätte in den letzten Tagen besser nicht sein können und wie jeden Frühling bin ich daher in den Wald geradelt und habe Bärlauch gesammelt. Ich bin ein sehr großer Fan von Knoblauch und freue mich daher auch jedes Jahr wieder auf die Bärlauchsaison. Wir im Süden Deutschlands haben Glück; es gibt hier Waldbestände mit z.T. flächendeckendem Bärlauchbewuchs. In anderen Teilen Deutschlands ist wilder Bärlauch eher eine Rarität.
Aber zurück zum Pesto: Gerade, wenn es mal schnell gehen muss und man keine Zeit hat, großartig zu kochen, ist es super, Pesto vorrätig zu haben. Nudeln passen dazu sehr gut, Kartoffeln eignen sich ebenso. Pesto (egal, ob aus Bärlauch, Basilikum o.ä.) wird ja oft mit Parmesan zubereitet. Den mochte ich aber noch nie, daher habe ich auch zu meinen vegetarischen Zeiten das Pesto schon immer mit Nüssen/Samen zubereitet. Mit welchen Nüssen, ist eigentlich egal, aber ich mag die Kombi aus Haselnüsse, Sonnenblumenkernen und Sesam. Walnüsse passen auch super, hatte ich aber keine da. Ansonsten braucht es nicht viel Zutaten und Gewürze – Bärlauch ist ja ohnehin sehr geschmacksintensiv.

Klar, Pesto ist eine „ölige“ Angelegenheit, aber man isst ja nicht Unmengen und auch nicht täglich davon. Anderes Öl, z.B. Rapsöl (bitte dann kaltgepresst), geht hier theoretisch auch, aber mit Olivenöl ist der Geschmack nochmal etwas runder. Falls ihr also Olivenöl benutzen wollt, dann empfehle ich euch, ein hochwertiges Bio-Olivenöl (extra nativ), da konventionelle Öle des Öfteren mit Mineralölrückständen belastet sind.
Die beiden genannten Öle sind auch die, die ich immer vorrätig habe und in der Küche benutze. Es sind gesunde Öle mit gutem Omega 3 zu Omega 6 Verhältnis. Daher muss man kein schlechtes Gewissen haben, wenn man ab und zu Pesto isst 😉

Wenn ihr, wie ich, selber Bärlauch sammelt, solltet ihr euch sicher sein, dass ihr auch wirklich Bärlauch sammelt, da er einige giftige Doppelgänger hat. Und beim Sammeln bitte nicht die kompletten Blätter einer Pflanze abzupfen/-schneiden, sondern immer nur ein paar und dann weiterziehen. So kann die Bärlauchzwiebel im Untegrund genügend Vorräte aufbauen, um im nächsten Jahr wieder auszutreiben.

Das Pesto ist schnell zubereitet und hält sich im Kühlschrank einige Wochen…wenn es vorher nicht aufgegessen wird😊
Ihr müsst euch übrigens nicht strickt an die Mengen halten. Ich habe beim Bärlauch sammeln natürlich keine Waage dabei, die unten angegeben 165 g Bärlauch waren also eher „Zufall“. Wenn ihr mehr oder weniger habt, könnt ihr das Öl schrittweise dazugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Nüssen/Samen eher sparsam umgehen, da sie das Pesto fester machen, was dann wiederum mehr Öl erfordert. Aber so schwer ist das nicht und probieren geht über studieren, daher: einfach ausprobieren.

Zutaten (reicht für ca. 500 ml Pesto):

  • 165 g Bärlauch
  • 30 g Sonnenblumenkerne
  • 30 g Haselnusskerne
  • 30 g Sesam
  • 300 ml Olivenöl
  • 2 Prisen Muskatnuss, gemahlen
  • Pfeffer nach Belieben
  • 1 TL Salz

Zubereitung:

Den Bärlauch gut waschen und trocknen lassen (ohne Salatschleuder dauert das etwas länger), er sollte wirklich nicht noch feucht sein, da das Pesto sonst schnell gärt/schimmelt).
Den trockenen Bärlauch in grobe Stücke schneiden und in eine große Schüssel geben. Sonnenblumenkerne zusammen mit den Haselnüssen in einer unbeschichteten Pfanne ohne Fett geben und 3-4 Minuten bei großer Hitze anrösten. Dann Sesam dazugeben und ebenfalls 1-2 Minuten mitrösten. Hierbei immer wieder umrühren.
Die Nüsse/Samen zum Bärlauch geben, Öl und Zitronensaft hinzufügen und alles mit dem Pürierstab zu einer möglichst homogenen Masse mixen. Nun mit Salz, Musktatnuss und Pfeffer würzen, umrühren, in ein sauberes(!) Schraubglas einfüllen – und schon fertig!

Kartoffel-Spinat-Gratin

Kartoffeln sind ein echter Allrounder in der Küche. Als Grundnahrungsmittel landen sie auch bei mir mehrmals in der Woche auf dem Teller. Bratkartoffeln, Suppe, Ofenkartoffeln, Knödel, Kroketten, Kartoffelbrei, Kartoffelsalat usw… Kartoffeln gehen bei mir immer und ich mag sie in jeder Form. Dieses Mal gab es ein leckeres Kartoffelgratin in Kombination mit Spinat, den ich auch sehr gerne habe. Die beiden Gemüsesorten passen wirklich hervorragend zueinander, finde ich. Der Spinat sollte für die Zubereitung übrigens mehr oder weniger aufgetaut sein, damit er besser verteilt werden kann.


Wer auf seine Figur achten will, hat übrigens keinen Grund, Kartoffeln abzulehnen: Ja, sie enthalten Kohlenhydrate, jedoch in einer komplexen Form, die den Blutzuckeranstieg im Zaum halten und lange sättigen. Zudem sollte man Kohlenhydrate per se nicht verteufeln, da es eben verschiedene Arten davon gibt. Zwar können Kartoffeln nicht zu den proteinreichen Gemüsesorten gezählt werden, sie liefern dafür aber sehr hochwertiges Eiweiß, war sehr gut bioverfügbar ist. Lange Rede, kurzer Sinn: Esst mehr Kartoffeln! Pommes und Chips aber bitte nur in Maßen 😉

Als Sahneersatz habe ich hier wieder eine Sonnenblumenkerne-Creme (was für ein sperriger Name…) verwendet, wie ich sie auch schon für die leckeren Spinat-Hefeschnecken benutzt habe. Die Creme kommt bei mir sehr oft zum Einsatz, da sie schnell gemacht und lecker ist. Grundsätzlich würden hier auch Cashewkerne o.ä. funktionieren, das schmeckt auch sehr gut. Aber Sonnenblumenkerne können regional bezogen werden, was doch ein großer Pluspunkt ist.

Jedenfalls ist die Kombination aus Kartoffeln, Spinat und Sonnenblumenkernen wirklich super lecker und verwandelt dieses Gratin zu einem wirklich tollen, gesunden und sättigenden Essen. Glutenfrei ist es außerdem auch noch.

Dazu noch einen Salat (dass ich Feldsalat hatte, war mehr oder weniger Zufall, prinzipiell passt fast jeder Salat (von Kartoffelsalat würde ich jedoch abraten…) und das Mittag- oder Abendessen ist gerettet!

Hinweis: Die im Rezept angegebene Menge an Salz ist recht gering, wer also i.d.R. großzügiger mit Salz umgeht (so wie ich für gewöhnlich auch…), sollte die Menge erhöhen. Wobei weniger Salz im Regelfall wohl auch nicht schadet 😉

Zutaten für eine Auflaufform (meine hatte ca. 26 x 33 cm):
reicht für 4 Personen

Für die Sonnenblumenkerne-Creme:

  • 180 g Sonnenblumenkerne
  • 400 ml Wasser + 50 ml Wasser
  • 4 EL Hefeflocken
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Muskatnuss
  • Pfeffer, nach Belieben

Sonstige Zutaten:

  • 1,5 kg Kartoffeln (vorw. festkochend, andere gehen auch)
  • 2 Packungen Tiefkühlspinat (900 g), aufgetaut
  • 3 EL Olivenöl
  • 1,5 TL Salz
  • 2 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 1/2 TL Muskatnuss
  • Pfeffer, nach Belieben

Zubereitung:

Für die Creme die Sonnenblumenkerne in ein hohes Gefäß geben und so viel Wasser dazugeben, bis sie komplett bedeckt sind. Dieser Schritt dient dem Einweichen der Kerne und kann, muss aber nicht, einige Stunden vorgezogen werden.
Die Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben hobeln oder schneiden. Zu den gehobelten Kartoffeln nun Öl, Salz, Paprikapulver, Muskatnuss und Pfeffer geben und gut miteinander vermischen.
Nun die Sonnenblumenkerne abschütten, wieder in das Gefäß geben, 400 ml Wasser dazu und mit dem Pürierstab mixen, bis eine möglichst feine Creme entsteht. Kleine Stückchen sind nicht schlimm. Dann die Hefeflocken, Muskatnuss, Salz und Pfeffer unterrühren.
Die Hälfte der Kartoffeln in eine Auflaufform geben, darüber dann gleichmäßig eine Packung Spinat verteilen und diesen nochmals extra mit etwas Pfeffer und Muskatnuss würzen. Hierauf etwa ¼ der Creme verteilen. Nun die restlichen Kartoffeln und die andere Packung Spinat verteilen und wieder würzen. Die restliche Creme darüber verteilen, das Gefäß mit 50 ml Wasser ausschwenken und ebenfalls darüber gießen. Mit einem Löffel gleichmäßig verteilen.
Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Ober- und Unterhitze) im unteren Drittel ca. 65 Minuten backen, bis das Gratin eine schön braune Farbe angenommen hat. Bitte unbedingt mit einer Gabel prüfen, ob die Kartoffeln gar sind und ggf. die Backzeit erhöhen.
Guten Appetit! 😊

Linsen-Hafer-Steaks

Linsen und allgemein Hülsenfrüchte landen bei mir mehrmals in der Woche – in welcher Form auch immer – auf dem Teller. An Weihnachten gab’s ja z.B. einen Braten aus Linsen und heute hab ich diese „Steaks“ ausprobiert. Insbesondere rote Linsen habe ich immer im Vorrat, da sie sehr schnell zubereitet sind und mit vielen Gemüsesorten harmonieren. Eine weitere Hauptzutat hier sind Haferflocken, die definitiv mehr können als „nur“ Frühstück.

Die Steaks könnten auch Bratlinge getauft werden, ich hab sie aber eben in Steakform gebracht, daher der Name. Sollte sich ein Flexitarier oder Fleischesser an dieses Rezept wagen, bitte nicht erwarten, dass es mit einem echten Steak aus Fleisch zu verwechseln wäre😇 Das muss für mich auch gar nicht sein. Hauptsache, es schmeckt – und das ist bei diesen Steaks definitiv der Fall: Sie sind würzig, schön saftig und haben dennoch Biss 🙂 Zudem können sie (auch aus gesundheitlicher Sicht (im Gegensatz zu einem richtigen Steak…)) ohne schlechtes Gewissen genossen werden.

Die Linsen liefern wertvolles Eiweiß: Mit knapp 24 g Protein auf 100 g (getrocknete Linsen) können sie in Hinsicht Proteinzufuhr definitiv sehen lassen! Auch Haferflocken mit ca. 13 g Protein pro 100 g sind eine super Eiweißquelle. Die Liste an wertvollen Inhaltsstoffen hört hier aber lange nicht auf: Zink, Calcium, Magnesium, B-Vitamine und vieles mehr. Kein Wunder, sind die beiden Hauptzutaten doch wahre „Superfoods“ (wobei ich das Wort ja nicht sonderlich mag…).

Die Steaks sind schnell zubereitet und passen super zu Salaten. Sobald die Grillsaison losgeht, probiere ich sie auch mal frisch vom Rost aus. Bis dahin schmecken sie auch aus der Pfanne klasse 🙂

Für den Biss habe ich noch etwas gehackte Sonnenblumenkerne hinzugefügt. Dazu gab es bei mir Kartoffelsalat und Rote-Beete-Salat (auch mit Linsen…).

Die Steaks können auch problemlos glutenfrei zubereitet werden, wenn glutenfreie Haferflocken verwendet werden.

Zutaten (reicht für 6 Steaks):

  • 200 g rote Linsen
  • 400 ml Wasser
  • 180 g Haferflocken
  • 50 g Sonnenblumenkerne
  • 2 EL Stärke
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 2 TL Paprikapulver, geräuchert (optional: edelsüß)
  • 1,5 TL Salz
  • 1 gehäufter TL Senf
  • 2 TL Tomatenmark
  • 3 EL Hefeflocken
  • 2 EL Olivenöl
  • Pfeffer nach Belieben
  • Öl zum Anbraten

Zubereitung:

Die Linsen mit dem Wasser zum Kochen bringen und etwa 10 Minuten köcheln lassen. Zwischenzeitlich die Haferflocken mit dem Hochleistungsmixer oder Pürierstab zu Mehl verarbeiten. Die Sonnenblumenkerne mit einem großen Messer fein hacken.
Sobald die Linsen gar gekocht sind, diese in eine Schüssel umfüllen, die geschälte Knoblauchzehe hinzugeben und mit einem Pürierstab zu einer glatten Masse pürieren. Die Stärke hinzugeben und unterrühren. Dann Haferflocken, Sonnenblumenkerne, Paprikapulver, Salz, Senf, Tomatenmark, Pfeffer und Olivenöl hinzugeben und mit den Händen sorgfältig zu einer Masse verkneten. Von dieser Masse sechs etwa tennisballgroße Stücke abteilen und jedes Stück zwischen den flachen und angefeuchteten Händen zu Steaks formen. Die Hände sollten sehr nass sein und die Steaks gleichmäßig und flach geformt, andernfalls sind sie später ggf. bröselig. Das haben Linsenbratlinge u.ä. leider an sich. Die Steaks gelingen aber trotzdem gut, wenn sie fast schon „klatschnass“ geformt werden.
In einer beschichteten Pfanne einen großzügigen Schluck Öl erhitzen und die Steaks von jeder Seite 3-5 Minuten anbraten, bis sie schön kross sind. Ggf. nach dem (vorsichtigen) Wenden nochmals Öl in die Pfanne geben.
Und dann nur noch genießen 😊

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